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March 16, 2022

Mit wem arbeiten wir zusammen? Wir stellen euch vor: darkviktory

#gettoknow #Influencer #darkviktory

Unsere Aufgabe als Agentur im Bereich Film und Entertainment ist es, ordentlich Aufmerksamkeit für neue Projekte zu generieren. Dafür holen wir uns oft Hilfe von Menschen, deren Meinung in den sozialen Medien für viele von Interesse ist: Influencer:innen. Das Schöne daran: Abhängig von Film, Genre und Richtung können ganz unterschiedliche Influencer:innen etwas über Filme erzählen, je nachdem, was ihre eigenen Steckenpferde so sind und für was sie sich besonders interessieren.

 

Einige von ihnen kennen wir schon seit Jahren und sind sehr happy, dass sie uns immer wieder unterstützen. Deshalb möchten wir euch nun immer mal wieder ein paar Influencer und Influencerinnen vorstellen, mit denen wir schon spannende Projekte umsetzen durften. Anfang des Jahres haben wir dafür einige von ihnen mit Fragen bombardiert, die uns schon lange unter den Nägeln brannten.

Lets start with (Trommelwirbel) – DARKVIKTORY.

Mit echtem Namen heißt er Marik, kurz Mik, auf YouTube und Instagram besser bekannt als darkviktory. Als DeadBoyWalking führt er außerdem einen YouTube-Kanal für alles, was mit Musicals zu tun hat. Um ihn ein wenig besser kennenzulernen, hat er uns erzählt, wo seine Schwerpunkte liegen und welche Themen für ihn besonders wichtig sind:

Copyright darkviktory

"Ich erstelle animierten Content – also Zeichentrick-Clips. Aktuell teile ich Geschichten aus meinem Leben in Form von animierten Storytimes. Demnach haben viele meiner Videos einen LGBTQ+-Fokus, da ich selbst schwul bin und über beispielsweise mein Outing oder meine erste Liebe erzähle. Das Ganze, um ein wenig Hilfestellung zu leisten und ziemlich komplexen Themen wie Mental Health durch lustige Comedy-Animationen etwas die Schwere, aber nie die Ernsthaftigkeit zu nehmen.  In der Vergangenheit habe ich animierte Webserien wie #TUBECLASH oder BROADCAST MY ASS kreiert und arbeite aktuell an einer neuen.“

Wir waren neugierig und haben ihm Fragen gestellt, die auch euch einen Einblick in das (Berufs-)Leben eines waschechten Influencers geben sollen, Bühne frei für darkviktory:

Wenn man deinen Content mit 3 Hashtags beschreiben sollte – welche wären dafür am besten geeignet?  

#Animation  #LGBTQ  #Storytime

Wie lange bist du schon als Influencer/Creator tätig?  

Ich gehöre zu den YouTubern der ersten Stunde und bin seit 2006 auf der Plattform als Creator aktiv :D

Copyright darkviktory

Was war dein letzter Beitrag, worum ging es darin?

Mein letztes Video behandelte meine Erfahrung mit offenen Beziehungen. Es erzählt, wie ich in einer landete und wie sie langfristig meinen Blick darauf verändert hat, wie ich Beziehungen sehe und was ich in ihnen suche. Das war super spannend, da eine echt coole Diskussion in den Kommentaren über das Thema „Was bedeuten Beziehung und Liebe heute eigentlich?“ entstand. (Hier könnt ihr euch den Beitrag direkt anschauen.)

Wie viel Zeit verbringst du täglich auf Social Media?

Mein Handy sagt so ca. 2 Stunden haha. Aber auf der Arbeit habe ich oft Twitter offen, einfach, um zu sehen, was so los ist in der Welt.

(Schaut gern vorbei, was darkViktory auf seinem Twitterkanal so zu zwitschern hat.)

 

Wurdest du schon mal selbst geinfluenct? Also bist du auf ein Produkt über eine:n andere:n Influencer:in aufmerksam geworden?

Oh total! Gerade, wenn es um Filme geht, lasse ich mich krass beeinflussen, ob ich sie sehe oder nicht. Generell bin ich ein ziemliches Bewertungsopfer haha. Wenn etwas enorm gut von Leuten bewertet wird, hab ich den Drang, zu testen, ob da wirklich was dran ist. Ich sehe das auch gar nicht als etwas Schlechtes an, sondern eher als den Impuls, den es manchmal braucht, um sich in einem riesigen Überangebot mit einer Sache zu beschäftigen. Wenn ich weiß „Boah, ich brauch 'ne neue Serie, aber es gibt so viele!“, hilft es mir total, wenn andere Leute teilen, was sie mögen.

Wie läuft ein typischer Arbeitstag bei dir ab?

Ganz konservativ. Ins Animationsstudio, 4 Stunden Arbeit, 30 Minuten Pause, 4 Stunden Arbeit. Feierabend. Ab nach Hause, kochen, was gucken, zocken oder unternehmen, bam: Head meets Pillow – und nächsten Tag von vorne.  

Welche Kooperation aus dem letzten Jahr (oder überhaupt) hat dir am meisten Spaß gemacht?

Ich liebe es, Dinge zu bewerben, für die ich brenne – das sind in erster Linie popkulturelle Dinge: Horror, Filme, Superhelden, Anime, Manga, Comics. Am geilsten sind Kooperationen, wo wir viele Freiheiten haben. Wenn es zum Beispiel  wie bei CHAOS WALKING heißt:  „Hey, das ist der Film! Denkt dir mal ‘n lustiges Skript für ‘ne Animation aus und baller durch!“ Wenn der Kunde sich selbst nicht zu ernst nimmt, macht es dem Publikum am meisten Spaß. Keiner will vorgeschriebene, durchgetaktete Werbespots sehen, sondern Original Content, der wirkt, als wäre er auch so aus Leidenschaft entstanden. Das war bei CHAOS WALKING total der Fall. Nachher war es ein Mix aus Parodie und Werbung – ähnlich wie SCARY MOVIE damals jeden dazu brachte, die Originale zu gucken, weil du alle Jokes checken wolltest.  

Hast du einen aktuellen „Social-Media-Crush“ oder ein Profil, von dem du nicht genug bekommen kannst?

Mein Social-Media-Crush ist mein Boyfriend Kostas Kind haha. Was anderes darf ich nicht sagen. Nein, Spaß! Aber wir beide gucken JEDES Video von Naomi Jon gemeinsam. Jeden Sonntag. It’s a Date. Sie ist einfach mega unterhaltsam und funny.

 

Was sind die größten Herausforderungen, die dein Job (für dich) mit sich bringt? Was sind bereits Routinen, wo wirst du immer wieder gefordert?

Das Schwerste ist es, Animationen zu finanzieren. Zeichentrick ist eine Kunst, die viel Disziplin und Zeit fordert. Dadurch ist es viel schwerer für mich, massig Content zu erstellen, da jedes Piece wirklich STUNDEN UM STUNDEN an Arbeit verschlingt. Aber dafür sind mir auch keine Grenzen gesetzt. Alles, was ich mir ausdenken kann, kann ich zeichnen. Alles, was ich zeichnen kann, kann ich animieren. Animation ist damit grenzenlos und das liebe ich. 2019 habe ich mein eigenes Animationsstudio und ein zuverlässiges und belastbares Team um mich aufgebaut, das mir hilft. Mit dem Animationsstudio ergeben sich aber auch neue Herausforderungen: Es ist immer ein Drahtseilakt, zwischen fantastischen neuen Ideen, dem damit verbundenen Aufwand und der Wirtschaftlichkeit die Balance zu finden.

Welches Influencer:innen-Klischee (bezogen auf den jeweiligen Kanal) nervt dich am meisten?

Ich glaube, der Stempel „YouTuber“ im Generellen, da ich mich nicht als solch einen sehe und nie gesehen habe. Ich bin in erster Linie Künstler und wechsele unglaublich gern das Medium. Mit 18 hatte ich meine erste Kunstausstellung im Landtag Brandenburg, später habe ich dann für TV und Fernsehen Zeichentrick-Recaps zum Dschungelcamp animiert. Dann kamen irgendwann die animierten Webserien, die ich 5 Jahre produziert hab. 2017 schrieb ich in London meinen Endzeit-Roman ONE EXIT. Gerade jetzt entwickele ich ein neues Hörspiel-Format und moderiere gemeinsam mit Kostas bei Radio Fritz den Blue Moon. YouTube ist daher viel eher eine von vielen Plattformen, auf denen ein Teil von mir stattfindet, aber nicht die Schublade, in die ich mich einsortieren würde.

Copyright Loewe Verlag

Copyright rbb fritz

Gibt es etwas, wofür du niemals Werbung machen würdest?

Fleisch. Milch. Dinge, die gegen meine Überzeugung und mein Verantwortungsgefühl gehen. Dazu gehören auch individuelle persönliche Entscheidungen wie das eigene Aussehen. Ich würde zum Beispiel nie für „Schlankmacher“, Schönheits-OPs oder sonstiges werben. Unwissenschaftlichen Esoterikmüll und Hokuspokus ebenfalls nicht.

Wenn es Social Media nicht gäbe, welchen Beruf hättest du dann?

Auch Künstler. Ganz ohne Social Media, sondern vermutlich für Fernsehen oder Kino. Vielleicht würde ich Daumenkinoanimationen am Straßenrand verkaufen haha. Nein, wahrscheinlich würde ich meine Geschichten eher in Buchform niederschreiben, statt sie animiert zum Leben zu erwecken, weil ich dafür kein Team bräuchte und auf mich allein gestellt arbeiten könnte.  

Aber mir würde definitiv etwas fehlen. Das Wissen, anderen zeigen zu können, dass man sehr wohl von seiner Leidenschaft leben kann. Denn diese Inspiration bin ich gern für andere, um zu zeigen, dass es auch anders geht. Aber wer weiß, ob es ohne Social Media anders gehen würde. Social Media mag ein Fluch sein, aber für viele auch eine Quelle der Inspiration und endlos scheinenden Möglichkeiten, seine Träume zu verwirklichen, indem man sie zur Berufung macht. Du bist nicht mehr drauf angewiesen von DER EINEN Person – dem Plattenboss oder Casting Director – entdeckt zu werden. Jeder kann dich entdecken und dir dadurch helfen, deinen Traum zu leben.  

Kannst du dich an den letzten Film/das letzte Buch erinnern, der/das dich absolut überzeugt hat und wenn ja, was war das Besondere daran?

Bei mir war es BLUE LOCK. In BLUE LOCK treffen Fußball und HUNGER GAMES aufeinander: Die besten Stürmer Japans treten in einer Art Bootcamp gegeneinander an, um den zu finden, der durch seinen ungebrochenen Egoismus die japanische Nationalmannschaft an die Weltspitze führen kann. Wer rausfliegt, wird lebenslang für die Nationalelf gesperrt und verliert seinen Traum, Profifußballer zu werden. Das BLUE-LOCK-Camp ist ein Schichtensystem – die Schlechtesten schlafen auf dem Boden, bekommen nur trockenen Reis, aber je weiter sie aufsteigen und sich durchsetzen, desto mehr Privilegien erkämpfen sie sich. Es geht nicht um Freundschaft, sondern, wer sich in dieser Ellbogen-Gesellschaft durchsetzen kann. Ein absolut spannender Take auf das Thema. Habe ich erwähnt, dass ich Fußball eigentlich hasse? Haha. Und trotzdem LIEBE ich BLUE LOCK. Übrigens ein Manga und erscheint bei KAZÉ.  

Im Gegensatz zu Fußball liebt er Musicals. Wie sehr - und wie viel es über sie zu berichten gibt - zeigt er auf seinem YouTube Kanal DeadBoyWalking.

Wenn du deinen perfekten Tag beschreiben solltest, was darf auf keinen Fall fehlen?

Mein Boyfriend und Musicals! Beides macht mich einfach absolut glücklich. Was ein Klischee…

Wo siehst du dich selbst (beruflich) in 5 bis 10 Jahren?

Immer noch Geschichten erzählend :D Wo, wie und welche? Wer weiß das schon genau. Fakt ist aber, dass das meine große Leidenschaft ist. Geschichten erzählen und immer wieder neue Wegen dafür finden.  

Wenn du ab jetzt nur noch entweder Filme oder Serien schauen dürftest – für was würdest du dich entscheiden und warum?

Filme. Serien erzählen sich so oft tot. Klar, man hat mehr Zeit für World und Character Building, aber genau diese Begrenzung mag ich eigentlich im Film: Es ist die höchste Kunst, in 90-120 Minuten eine Welt aufzubauen, in der sich Charaktere entwickeln und mich auf ihre Heldenreise mitnehmen, um mich Dinge fühlen und lernen zu lassen, die ich so noch nicht kannte und wusste.  

Und zum Schluss: Gibt es etwas, das du den Leser:innen gerne mit auf den Weg geben möchtest?

Einmal Wildcat, immer Wildcat.  

Danke Mik, dass du dir Zeit genommen hast, unsere Fragen zu beantworten! Wir freuen uns schon, wenn wir für den nächsten Film wieder zusammenarbeiten können.

Dana Jansen
Trainee
Online-PR & Influencer Marketing
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